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Erdgas

Erdgas ist ein nichterneuerbares Naturprodukt. Es wird, wie das Erdöl, als fossiler Energieträger Naturprodukt Erdgasbezeichnet und häufig mit diesem zusammen gefunden, weil das Gas in demselben Prozess wie das Öl entsteht. Erdgas bzw. Erdöl bilden sich aus abgestorbenen Pflanzen und Tieren, die unter übereinander gelagerten Meeressedimentschichten liegen. Das Gewicht dieser Schichten erzeugt einen hohen Druck auf die Biomasse und die Überlagerung führt zu einem Luftmangel. Kommen noch hohe Temperaturen hinzu, verhindert man eine vollständige Zersetzung des Biomaterials. Im Laufe der Jahrmillionen entsteht auf diese Weise ein Faulschlamm (Erdöl) und als Folge der Verwesung über der Schlammschicht eine Gasblase (Erdgas).

Nach Erdgas wird in reinen Gasvorkommen gebohrt oder es wird als Zusatzprodukt bei der Erdölförderung mitgefördert. Da es unter hohen Druck steht, kann es ohne größere Aufwendungen gewonnen werden.
Dieser Vorteil birgt auch die Gefahr, dass eine Gasquelle plötzlich versiegt und ihre Ausbeuteplanung dadurch stark einschränkt ist.

Erdgas ist kein reines Gas, es ist vielmehr ein Gemisch aus Kohlenwasserstoffen, das je nach Fundort, in seiner Zusammensetzung stark variiert. Hauptbestandteil des Erdgases ist Methan. Weiterhin besteht es aus Ethan, Propan, Butan und Pentan. Hinzukommen Schwefelwasserstoff, Stickstoff, Helium und Kohlendioxid. Das Vorkommen der letztgenannten Gase hängt jedoch von der Fundstelle ab.
Erdgas ist leichter als Luft und bei ca. 600 Grad Celsius entzündbar. Es ist in der Regel geruch-, farblos, gut brennbar und ungiftig.


Erdgas dient überwiegend der Wärme- und Energiegewinnung. Industriell verwendet man es zur Stromerzeugung. Gasturbinenkraftwerke werden eingesetzt, um eine kurzzeitig auftretende hohe Nachfrage an Strom zu decken, weil sie eine hohe Schnellstartfähigkeit besitzen und schneller in Betrieb genommen werden können als Dampfkraftwerke.

Allerdings setzt man es zunehmend in Privatbereich ein. Seine guten Eigenschaften ermöglichen unterschiedlichste Nutzungsmöglichkeiten im Haushalt. Z. B. lohnt sich die Beheizung durch Erdgas für Privateigentümer, weil der Staat Zulagen und hohe steuerliche Vorteile gewährt, wenn die Wärmegewinnung aus umweltfreundlichen Quellen erfolgt. Zum anderen sind die monatlichen Kosten für die Gasheizung deutlich niedriger als bei einer Ölheizung.

Auch fördert Staat im Bezug auf Ressourcenverknappung und Klimaerwärmung seit einigen Jahren den Einsatz von Erdgas als Treibstoff für das Automobil. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass in naher Zukunft neben der Nutzung von Erdgas auch Wasserstoff eine wichtige Rolle als Treibstoff spielen wird. Dazu sollte man den Wasserstoff allerdings schon heute einführen, um mit der Technologie Erfahrungen zu sammeln und die entsprechende Infrastruktur zu schaffen. In diesem Zusammenhang kommt der Erdgasnutzung eine Vorreiterrolle zu.

D
ie Automobilindustrie hat sich bereits auf diesen Trend umgestellt und baut Fahrzeuge, die mit Erdgas betrieben werden seit 1995 serienmäßig.

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